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LR-Cal ist eine Marke für Kalibriersysteme der DRUCK & TEMPERATUR Leitenberger GmbH Kalibriersysteme.de "made by DRUCK & TEMPERATUR Leitenberger GmbH" bietet Ihnen alles rund um die Kalibrierung und Prüfung von
  • Druckmessgeräten aller Art
    (z.B. Manometer, Druckmessumformer, ...)
  • Druckschaltern (mechanisch und elektronisch)
  • Temperaturmessgeräten aller Art
  • Thermostate

Für die Kalibrierung von Druck- bzw. Temperaturmessgeräten werden in der Regel zwei Komponenten benötigt:

  • Druckkalibrierquellen (Kalibrierdruckpumpen)
    bzw. Temperaturquellen (Kalibrierbad, Metallblock) 
  • Hinreichend genaues Referenzmessgerät

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Kalibrierung
Die Überprüfung von Messgeräten, für die es keine gesetzlichen Vorgaben gibt, nennt man nicht Eichung, sondern Kalibrierung. Das Kalibrieren ist im Gegensatz zum Eichen also keine hoheitlich vorgeschriebene Aufgabe. Gründe für das Kalibrieren sind zum Beispiel die Qualitätssicherung oder Verfahrensvorschriften wie zum Beispiel DIN EN ISO 9001:2000.

Begriffe
Eine interne Kalibrierung ist eine Kalibrierung, bei der alle Messgeräte auf einen firmeninternen oder organisationsinternen Standard genormt werden.
Eine rückführbare Kalibrierung ist eine Kalibrierung, deren Referenz oder Normal ein nationaler Standard ist (zum Beispiel ein Messgerät/Messaufbau der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt PTB in Braunschweig).
Alle mit rückführbaren Messgeräten gewonnenen Messergebnisse sind einerseits auf diesen nationalen Standard rückführbar und andererseits folglich auch untereinander vergleichbar.
Rückführbar kalibrierte Messgeräte werden oft auch als Referenz-Messgeräte bezeichnet. Der Vorteil der auf nationale Standards (und somit in der Regel auch auf internationale Standards) rückführbaren Messgeräte ist die weltweite Vergleichbarkeit der Messergebnisse.


Das Wörterbuch der Metrologie (VIM) definiert Kalibrierung:
Kalibrieren umfasst die Tätigkeiten zur Ermittelung des Zusammenhanges zwischen den ausgegebenen Werten eines Messmittels [...] und den bekannten Werten der Messgröße unter bekannten Bedingungen.

Dabei ist zu beachten, dass Kalibrierung:

  • keine Spezifikationsprüfung (Konformitätsaussage)
  • kein Abgleich
  • und keine Aussage über Drift (Langzeitverhalten) beinhaltet,

sondern genau genommen nur die Istwertaufnahme auf Basis von Messunsicherheiten darstellt. Oben genannte detaillierte Prüfungen sind Aufgaben der Prüfmittelüberwachung.

Das Kalibrieren (die Kalibration) ist nicht nur in der Metrologie ein Messprozess zur Feststellung und Dokumentation der Abweichung eines Messgerätes oder einer Maßverkörperung mit einem Normal höherer Ordnung.

Zu einer Kalibrierung gehört

  • die Definition des Messprozesses (Umgebungsbedingungen, erforderliche Normale, Vorgehensweise)
  • Erstellung eines mathematischen Modelles zur Auswertung der Kalibrierung unter Berücksichtingung aller bekannten systematischen Einflüsse
  • eine Unsicherheitsanalyse mit Hilfe des mathematischen Modelles
  • Angabe eines vollständigen Ergebnisses, d.h. Kalibrierwert und Kalibrierunsicherheit.
  • Ausstellung eines Kalibrierscheines
Der Kalibrierwert für den Kalibriergegenstand wird zur Messwertkorrektur verwendet. In Verbindung mit einer Normalhistorie lassen sich Aussagen über die Zuverlässigkeit des Kalibriergegenstandes treffen.
Ein bekanntes Beispiel ist das Kalibrieren (wenn vom Eichamt durchgeführt, dann gleichbedeutend mit Eichen) einer Waage durch Auflegen einer Normalmasse. Unter Berücksichtigung systematischer Einflüsse (Messabweichung der Normalmasse, Luftdruck, Temperatur, Auftrieb) und zufälliger Einflüsse wird die Anzeige des Kalibriergegenstandes Waage mit der Maßverkörperung Normalmasse verglichen. Um eine Aussage über den Einfluss zufälliger Einflüsse treffen zu können, wird die Messung hinreichend häufig durchgeführt und statistisch bewertet.

Richtlinien und Auflagen
Neben den Auflagen und technischen Maßnahmen der Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement, wie beispielsweise die Prüfmittelüberwachung und rückführbare Kalibrierung von Messmitteln beinhaltet die Kalibrierrichtlinie VDI (Verein Deutscher Ingenieure e.V.) / VDE (Verband der Elektrotechnik) / DGQ (Deutsche Gesellschaft für Qualität) / DKD (Deutscher Kalibrierdienst) 2622 allgemeine Kalibrieranweisungen, Modelle für die Messunsicherheitsberechnung und die Rückführung von Messgrößen für die meisten elektrischen und elektronischen Instrumente.

Kalibrieren versus Justieren
  • Kalibrieren
    Beim Kalibrieren wird ein Messgerät überprüft und die Abweichung (Messtoleranzen) zu einem (bekannt richtigen) Standard oder Messaufbau bestimmt und dokumentiert/protokolliert, so zum Beispiel die Abweichung zum Ur-Meter in Paris (oder andere Referenznormale der PTB, NPL oder des DKD, UKAS usw.). Über die Protokollierung hinausgehende Handlungen finden bei der Kalibrierung nicht statt. Ziel der Kalibrierung ist ein Protokoll, das so genannte Kalibrier-Zertifikat (auch Kalibrierschein genannt). Es dürfen nach einer Kalibrierung unter keinen Umständen Änderungen am (Mess-)Gerät vorgenommen werden, da ansonsten die Kalibrierung (= Protokoll/Dokumentation) wertlos wird. Kalibrieren kann nur der, der ein Normal höherer Ordnung besitzt - also einen (bekannt richtigen) Standard oder Messaufbau zur Verfügung hat - und zum Protokollieren befähigt ist.
      
  • Justieren
    Beim Justieren wird die Anzeige eines Messgeräts korrigiert, also der gemessene/angezeigte Wert (der so genannte Ist-Wert) auf den richtigen Wert, den so genannten Soll-Wert, so gut als möglich korrigiert. Ziel ist es, eine korrekte Anzeige zu erhalten. Justieren kann bei Messaufbauten, die sich justieren lassen, im Grunde jeder, der zur Bedienung des Messgeräts fähig ist. Eine Justierung (zum Beispiel auf die Nullanzeige) wird oft vor jeder Messung über Stellschrauben direkt am Gerät vorgenommen. Über Abweichungen der Messergebnisse (Soll- zu Ist-Wert) sagt eine Justage allerdings nichts aus. Genau das ist Gegenstand der Kalibrierung. Beispielhaft können die bekannten festeingeschweißten Fieberthermometer nicht justiert, aber sehr wohl kalibriert werden.
Innerhalb einer Gerätewartung (z.T. auch beim Eichen) wird oft beides durchgeführt, Justierung und Kalibrierung. Merke: nach jeder Justage ist eine vorher durchgeführte Kalibrierung wertlos, eine erneute Kalibrierung ist daraufhin unbedingt erforderlich.
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